Selbstliebe & Urvertrauen – das TOR zur Herz-Verbindung zu Dir & anderen

Selbstliebe & Urvertrauen – das TOR zur Herz-Verbindung zu Dir & anderen

An Deiner Art, wie Du Verbindung in Deinem Leben erlebst und gestaltest, kannst Du erkennen, wie gut Du in Verbindung mit Dir selbst, also „in Deiner Mitte“ bist. Natürlich gibt es noch viele andere Indikatoren, doch ein stabiles Urvertrauen – also eine gute Verwurzelung in dir selbst- ist die Voraussetzung für tiefe und gleichwürdige Beziehungen ohne gegenseitige Abhängigkeiten.

Die intensivste Beziehung haben wir mit unseren Kindern, auf die es sich unmittelbar auswirkt, ob wir „bei uns“ sind, oder nicht!  Natürlich macht es sich auch in anderen Bereichen bemerkbar…

Wenn Dich das interessiert, lies hier…

  • …welche Ebenen der Verbindung es gibt und wie sie zusammenhängen.
  • …woran Du erkennst, dass DU eine starke Verbindung mit Dir selbst hast?
  • …woran Du erkennst, dass Dir diese Verbindung fehlt oder nur schwach ausgeprägt ist?
  • 2 Wege zur „Stärkung“ und welche Auswirkungen es hat, wenn Du nichts unternimmst?
  • …wie Du Dein Urvertrauen / Deine Selbstliebe stärken kannst?
  • Stärkende Übung zur Selbstfürsorge

Ebenen der Verbindung und deren Zusammenhang

Genau wie die Bäume – oft ganze Wälder – miteinander über ihr Wurzelnetzwerk und über die Wurzelgeflechte der Pilze in Verbindung stehen und kommunizieren, so haben wir Menschen ebenfalls diese Möglichkeit. Sie ist uns oft nicht bewusst, weil wir uns mehr auf die „offen-sichtliche“ Form der Verbindung, nämlich die Worte, gemeinsame Aktivitäten und Verhalten beziehen.

Wie erlebst Du Dich?

  • Wieviel Verbindung spürst Du OHNE den anderen zu sehen, zu hören oder mit ihm zu sprechen?
  • Wie verändert sich das Gefühl, wenn böse Worte gefallen sind oder Du Dich verletzt fühlst?
  • Muss der andere DEIN VERTRAUEN in die Beziehung retten oder TUST Du das selbst?

Über unsere Herz-Energie können wir Verbindungen mit anderen Menschen stärken, doch nur, wenn wir uns gut „verwurzelt“ fühlen und mit uns selbst in Kontakt sind.

Hätten wir NICHT die Möglichkeit der Verbindung über physische Nähe, sowie der Kommunikation mit Worten oder der nonverbalen Kommunikation (Körpersprache, Mimik, etc.), so würde uns viel früher ein „Defizit“ an innerer Verbindung auffallen!

Glücklicherweise haben wir all diese Ebenen zur Verfügung, allerdings wird die Qualität der oberen Ebenen von der Wurzelebene „genährt“.

Abb.1 Ebenen der Verbindung MIT ausgeprägtem Urvertrauen

Das heißt, wenn die Wurzeln, sprich das Urvertrauen (unsere Selbstliebe) sehr stark ausgeprägt sind, werden wir tiefe Nähe zulassen können, liebevolle Gesten ausstrahlen und verbindende Worte finden, um klar zu kommunizieren. Siehe Abb. 1

Woran Du erkennst, dass DU eine starke Verbindung mit Dir selbst hast!

Grundsätzlich fühlen sich Menschen, die „in ihrer Mitte“ sind, wohl in ihrer Haut und in ihrem Leben. Sie haben das Gefühl, das Leben will ihnen etwas Gutes und vertrauen in sich selbst und die Zukunft.

Hier einige Beispiele, an denen Du erkennen kannst, ob Du nah bei DIR bist:

  • Wenn Du gut allein sein kannst, Dir bewusst Zeit mit Dir selbst nimmst und diese genießt.
  • Wenn Du Deine Entscheidungen unabhängig von anderen Menschen triffst und dich dabei an Deinen Werten orientierst.
  • Wenn Du mehr agierst, statt reagierst.
  • Wenn Du auch im oder nach einem Streit bei Dir bleiben kannst und eine Weile „Stille“ aushältst.
  • Wenn Du Dich jederzeit selbstwirksam fühlst, statt einer Situation „ausgeliefert“ zu sein

Kaum jemand ist in allen Bereichen 100% verwurzelt – daher hat jeder sein ganz eigenes komplexes Bild an Verbindungen, das in bestimmten Lebensbereichen stärker oder schwächer ausgeprägt ist.  Es kann z.B. sein, dass Du super-selbstsicher im Job bist, aber privat beim ersten lauten Wort den Tränen nahe…oder umgekehrt…

Woran Du erkennst, dass Deine innere Verbindung eher schwach ausgeprägt ist?

Wenn unser Urvertrauen in einem oder mehreren Bereichen nur schwach ausgeprägt ist… oder nicht vorhanden scheint, kann uns ein Streit, ein paar böse Worte oder auch ein paar Tage „Funkstille“ komplett aus der Bahn werfen (siehe Abb. 2)

Die oberen Ebenen der Kommunikation werden zwar benutzt, aber nicht gut „genährt“. Das kann zu trennender Kommunikation, beleidigten oder erwartungsvollen Gesten und einer Abhängigkeit von der Nähe oder von der Bestätigung anderer Personen führen.

Abb.2 Ebenen der Verbindung OHNE ausgeprägtes Urvertrauen

Hier ein paar Beispiele, wie Du Dich fühlen könntest, wenn Du nicht in Deiner Mitte bist:

  • Ein Gespräch wird abgelehnt oder beendet und wir fühlen uns dadurch bedroht oder gar betrogen…und leiden entweder im Stillen oder neigen zu Überreaktionen.
  • Manchmal reicht schon ein skeptischer Blick eines Fremden…um uns den Tag zu verderben.
  • Besonders in der Beziehung zu unseren Kindern – speziell in der PUBERTÄT – wird unser Urvertrauen auf eine harte Probe gestellt! Viele unserer eigene Ängste und Themen drängen, ausgelöst vom Verhalten unserer Kids, an die Oberfläche und lösen in uns die absurdesten Reaktionen und Gefühle aus!
    Die „Findungsphase“ der Kinder scheint ansteckend zu sein 😉

Bei all diesen Beispielen, fühlen wir uns persönlich angegriffen, verletzt, ungerecht behandelt oder ähnliches.

Das zeigt zwar, dass wir noch „Luft nach oben“ haben, was unsere innere Mitte angeht, aber wir sind nah dran!  Es ist gut, wenn wir die Dinge noch auf uns persönlich beziehen.

Denn ein weiterer Schritt der Abspaltung ist, wenn wir überwiegend unsere Situationen verallgemeinern.

Also z.B. würden wir sagen: „als Selbständiger wird man schlecht behandelt“, „als Alleinerziehende wird man immer benachteiligt“, „die Jugend von heute ist grundsätzlich schwer erziehbar“, etc…

Solche Aussagen, bringen uns noch weiter weg von uns selbst und tiefer in die hilflose Opferrolle, bei der wir immer mehr den Bezug zu uns selbst verlieren.

Denn wenn „ALLE“ Alleinerziehenden benachteiligt werden, und Du alleinerziehend bist, was solltest Du dann noch ausrichten können?

  • Kennst Du Menschen, bei denen sehr schnell das Gespräch von sich selbst auf „die Gesellschaft“, die „wirtschaftliche Situation“, etc. abgelenkt wird?
  • Wie ist Deine Verbindung zu Dir selbst ausgeprägt?
  • In welchen Bereichen, glaubst Du, könntest Du mehr Stabilität gebrauchen?

2 Wege der „Heilung“ und ihre Auswirkungen auf Dich

Es gibt grundsätzlich 2 Ansätze, wie wir wieder in unsere Mitte finden können.

(1) Indem wir den Nährboden, der uns fehlt über die oberen Verbindungsebenen von anderen Menschen erwarten. Dies verspricht eine kurzfristige Befriedigung und ein kurzes „Besserfühlen“, macht uns jedoch mehr oder weniger abhängig von Menschen und Situationen.

(2) Indem wir unsere eigenen Wurzeln stärken, unsere Selbstliebe entwickeln und somit in die schöne Lage kommen, uns selbst „nähren“ zu können. So sind wir langfristig für viele Situationen „gerüstet“ und machen uns nicht abhängig von äußeren Faktoren.

Abb. 3 der Weg zum kurzfristigen Besserfühlen (1) oder langfristigen Heilen (2)

(1) Auswirkungen Weg 1

Meist sind wir unbewusst auf Weg 1 unterwegs, der aber nur kurzfristig „funktioniert“!

Wir blenden hierbei die tiefe Verbindungsebene der Wurzeln aus und konzentrieren uns auf die oberen Ebenen. Hier allerdings – da wir unsere Ebenen nicht selber nähren können – ziehen wir Energie aus anderen Personen, die entweder emotional sehr stark sind ODER unserem Muster entsprechen und es „bedienen“.

In jedem Fall entsteht ein Mangelgefühl und eine Abhängigkeit von Menschen und Situationen, um uns selbst gut fühlen zu können! siehe Abb. 3 (Weg 1 im oberen Teil)

Es kann z.B. sein, dass Menschen Dich nicht wertschätzen, weil Du Dich im Grunde selbst nicht wertvoll fühlst – und unbewusst (!) von anderen, die Rettung aus diesem Gefühl erwartest – das merkt Dein Gegenüber aber nach kurzer Zeit… und zieht sich irgendwann zurück oder reagiert aggressiv oder abwehrend. Denn es fühlt sich nicht gut an!

Vielleicht kennst Du das von anderen, bei denen Du das Gefühl hast, sie „rauben“ Dir Energie?  Schon mal erlebt? Das ist de facto auch so!

Sie ziehen (unbewusst!) die Anerkennung / Mitleid / Lob / Miteinander aus Dir „heraus“, um ihren Mangel zu füllen. Wenn sie dann gehen, fühlst Du Dich leer und der andere ist halbwegs ausgeglichen…doch nicht für lange, am nächsten Tag ist dieser Mensch mit demselben Mangel wieder da.

Eine Ausnahme entsteht, wenn zwei Menschen aufeinander treffen, die jeweils ihr Muster mit dem des anderen kompensieren.

Das ist dann zwar ebenfalls eine Abhängigkeitsbeziehung, die durchaus eine Weile gut funktionieren kann – allerdings beide Partner von einer „echten“ Verbindung abhält

Hier ein Beispiel für Weg 1 in einer abhängigen Paarbeziehung

Lena Y. hat das Glaubensmuster, dass sie nur versorgt und beachtet wird, wenn sie klein und schwach wirkt. So hat sie es (als Kind) gelernt…und sobald ein (stabiler) Partner von ihr selbständiges Handeln erwartet, wird sie wahrscheinlich an seiner Liebe zweifeln und sich ins „Nicht Können“ flüchten…

Trifft sie aber jetzt auf Hugo X., der das Glaubensmuster hat, „ich muss eine Frau umsorgen und versorgen können, damit ich geliebt werde“, dann scheint diese Verbindung perfekt.

Wie gesagt, das kann eine Weile gut gehen und sich gut anfühlen, doch jeder rutscht tiefer in seine Abhängigkeit und bedient das Muster des anderen…es entsteht fast eine symbiotische Beziehung und wenn hier einer ausbricht, fühlt sich das so dramatisch an, wie eine „Amputation“!

Hier noch ein Beispiel für Weg 1 in einer Eltern-Kind-Beziehung:

Wenn Du (als Mutter oder Vater) z.B. Angst hast, nicht geliebt zu werden und Dir als Bestätigung für Anerkennung und Liebe ein lachendes Gesicht (Mimik) dient oder ein anerkennendes Wort (Kommunikation), dann wirst Du um alles in der Welt vermeiden wollen, dass z.B. Dein Kind sauer auf Dich wird – Du wirst ihm alles 3 x erklären und dich für ganz „normale „Eltern-Entscheidungen“ rechtfertigen, bis Du seine Zustimmung bekommst (auch für Dinge, bei denen Du seine Zustimmung nicht brauchst)…dass das auf Dauer nicht funktioniert, ist klar!

Aber Du kannst in diesem Moment nichts dafür. Es ist dein Unterbewusstsein, dass dich steuert, um zu überleben!

(2) Auswirkungen Weg 2

Wenn Du Weg 2 einschlägst, machst Du Dir und deinem Kind & Umfeld ein Riesen-Geschenk!

Sobald Du das Muster erkennst, es Dir aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein holst, also bewusst machst – kannst Du es auflösen – und bist folglich nicht mehr davon abhängig!

  • Dann liebst Du Dich selbst und WEIßT, dass es keinen Verbindungsverlust bedeutet, wenn Dein Kind sauer wird, sondern eine sehr gesunde Reaktion ist, die bestätigt, dass DU alles richtig gemacht hast!  
  • Auch Verbindungen mit anderen Personen können dann tiefer werden oder Du entscheidest vielleicht, dass sie dir nicht mehr gut tun!
  • Dann kannst alldem standhalten, ohne zu leiden.
  • Du spürst die Liebe, ohne dass eine Leistung oder Bedingung daran geknüpft ist. Und vor allem lernt Dein Kind, dass es vollkommen ok ist, wenn es gegen etwas rebelliert oder eine eigene Meinung äußert.
  • Du bist dann ein gutes und stabiles Vorbild, bei dem es sich sicher fühlt!
  • Insgesamt wirst Du einfach freier in Deinen Entscheidungen,
  • Du hast mehr Wahlmöglichkeiten und Du bist unabhängig von der Reaktion der anderen.
  • Du wirkst anziehend auf andere.

Wie kannst Du Dein Urvertrauen stärken?

Hier mögliche Schritte, die dich auf Weg 2 zu mehr Verbindung mit Dir selbst führen:
A) für den Fall, dass Dir bestimmte Situationen/Verhalten anderer zu schaffen machen
B) für den Fall, dass Dir Dein eigenes Verhalten zu schaffen macht

A) Das Verhalten anderer stresst mich oder löst negative Gefühle aus

1) Die Zeichen ERKENNEN
Erkennen und Annehmen der Ängste, Ärgernisse oder Stress-Erlebens (z.B. Du kannst Gesprächen nicht gut beenden, Du denkst stundenlang darüber nach, warum ein Kollege, dich kritisch angesehen hat, Du ärgerst Dich, weil Du nicht gewertschätzt wirst, Du hast ein schlechtes Gewissen nach einem Streit und willst es unbedingt wieder „gut machen“, Du erwartest eine Entschuldigung, damit Du Dich besser fühlen kannst…etc.

Erkenne Dein Gefühl und Dein Bedürfnis in der betreffenden Situation „an“!

2) Die Zeichen DEUTEN! 
„Warte“ auf die nächste Situation, die Dich stresst. Dann fühle diesen Stress (oder anderes Gefühl)  ganz bewusst und frage Dich:

  • a) Was fühle ich gerade (auch körperlich)?
  • b) Was habe ich gedacht / welche Gedanken kamen mir unmittelbar bevor dieses Gefühl aufgekommen ist?
    Dies kann Hinweise auf Dein Glaubensmuster geben, dass dahintersteckt! Hierbei gibt es kein richtig oder falsch. Auch wenn es dir noch so absurd vorkommt, was Du denkst, es ist ein wichtiger Hinweis auf dem Weg zur Lösung!
  • c) Wenn ich dieses Gefühl fühle und diesen Gedanken denke, was brauche ich jetzt, damit es mir besser geht?

Hier nochmal ein Beispiel dazu aus dem „echten Leben“:

Eine Mutter sitzt mit kleinen Kindern (4 u. 5) am Tisch und die scherzen und lachen untereinander…irgendwann fühlt die Mutter sich unwohl. Sie fängt an, die Kinder zur Vernunft aufzurufen. Sie verweist auf die Tischregeln, etc. Die Kinder stört das nicht weiter, denn sie haben eine Menge Spaß! Die Mutter fühlt sich jetzt erst recht übersehen und wird sauer… Irgendwann steht sie auf und geht wütend und verletzt weg…

Zu a) Sie fühlt sich verletzt und wütend
zu b) hört sich absurd an…aber sie denkt: „Ich halte das nicht mehr aus, dass die sich über mich lustig machen, die wollen/ brauchen mich eh nicht…“
zu c) ich möchte dazugehören und willkommen sein!

Wie Du vielleicht erkennst, sind das die Gedanken und Gefühle eines verzweifelten Kindes, das dazugehören will… Diese Mutter hatte die Überzeugung, dass sie nicht willkommen ist, nicht dazugehört und ausgeschlossen wird UND DAS ist der Schlüssel, um dieses Muster zu verändern und sich selbst anzunehmen!  Dann „braucht“ man nicht mehr seine Kinder oder andere Menschen, um die Bestätigung des Dazugehörens oder des Willkommen seins zu erleben!

Das Ganze hatte natürlich gar nichts mit ihren Kindern zu tun!  Sie haben nur durch ihr Verhalten die „Knöpfe gedrückt“.

Wie gesagt, wenn man in dieser Zeit die Zeichen ignoriert, und sich weiter auf die Spielchen in den oberen Ebenen der Verbindung beschränkt, kommt spätestens während der Pubertät oft das „dicke Ende“.

Auch für die Kids ist es nicht hilfreich. Sie versuchen nämlich unbewusst unser Muster zu bedienen, d.h. sie werden auf Dauer ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie gemeinsam am Tisch lachen und ihrer Mutter das nicht tut….
Sie verlieren ihre Unbeschwertheit und ihre Verbindung zu sich selbst ebenfalls, weil sie fühlen, dass sie so „nicht richtig“ sind (denn ihre Mutter leidet ja!)

Hier lohnt es sich also doppelt, Weg 2 einzuschlagen!

B) für den Fall, dass Dir Dein eigenes Verhalten zu schaffen macht

Wenn es um ein konkretes Verhalten geht (z.B. Schreien, sehr fordernd auftreten, kein Ende finden, unbedingt wissen wollen, was der andere denkt (oder tut?), bei dem Du z.B. in irgendeiner Form „überreagierst“, kannst Du Dich fragen:

  • Was würde passieren, wenn ich nicht xy tun könnte?
    (z.B. was würde passieren, wenn ich jetzt mein Gegenüber (mein Kind / Partner/…) NICHT anschreien könnte?

Oft hat man das Gefühl, man würde verrückt werden, wenn man „dies“ nicht tut…aber WARUM?
Was würde Schlimmes in Dir oder mit Dir passieren, wenn Du nicht schreist?

Z.B. könnte es sein, dass Du sagst: “Dann werde ich nicht gesehen, nicht gehört oder nicht verstanden!”
Dann frag Dich weiter: “Was ist so schlimm daran, nicht verstanden zu werden?”

Vielleicht kommt dann die Antwort: “Dann bin ich (in den Augen der anderen) nichts wert!”

  • bedeutet: Ich denke von mir, dass ich nichts wert bin. Deshalb muss ich es natürlich beweisen, um das so nährende Feedback zu bekommen. Wenn ich schreie, bekomme ich wenigstens Aufmerksamkeit und oft ist es sogar befriedigend, sich danach zu entschuldigen, weil das wieder ein Weg ist, in Verbindung zu kommen (aber wieder nicht mit MIR selbst!)

Je nach Situation kannst Du daran ebenfalls Deine „Ur-Angst“ oder Deine Denk-/Glaubensmuster erkennen, das hinter Deinem Verhalten stecken.

Diese Muster können natürlich für jeden „Wurzelbereich“ anders aussehen. Am weitesten verbreitet ist allerdings die Angst …NICHT GELIEBT ZU WERDEN, NICHT DAZU ZU GEHÖREN, NICHTS WERT ZU SEIN,…EINSAM zu SEIN.

Solche Muster kannst Du in einer oder mehreren Coaching-Sitzungen gut auflösen oder stark abschwächen / verändern, so dass sie Dich nicht mehr beeinflussen und Du Deiner Mitte ein großes Stück näher kommst.

Hier eine kleine ÜBUNG dazu, die Du gleich ausprobieren kannst

Ich nenne sie „emotionale Selbstfürsorge“. Dabei verbündest Du Dich mit Deinen „Kind-Anteilen“, die die besagten Muster in sich tragen.

Zeitdauer gesamt: ca. 1 Stunde

Vorbereitung:
Vorher beantworte für „Deine Situation“ bitte folgende Fragen (genauere Erläuterung siehe im oberen Abschnitt) und fühl dich ein.

1) Die Zeichen erkennen & annehmen

2) Die Zeichen deuten

3) Deine Gefühle fühlen und benennen (am besten aufschreiben)

4) Deine Gedanken unmittelbar bevor dieses Gefühl aufgekommen ist, benennen

5) Wenn Du dieses Gefühl fühlst und den Gedanken denkst, was brauchst Du jetzt, damit es Dir besser geht?

Übung: UND NUN stell Dir folgendes vor:
Wenn ein kleines Kind vor Dir stünde, dass genau dieses Problem hat, was würdest Du ihm sagen, als große und erwachsene gute Freundin? Nenn das Kind so, wie Du auch heißt 😊 , denn es ist Dein Kind-Anteil, das Deinen Beistand braucht!

Nimm Dir nun eine ungestörte halbe Stunde Zeit:

Setz Dich ruhig hin, schließe die Augen und stell Dir vor, aus Deinem Steißbein wachsen Wurzeln ganz tief in die Erde. Mit jedem Einatmen wachsen sie tiefer und bei jedem ausatmen breitet sich eine angenehme Wärme in Deinem Schoßraum, im Lendenwirbelbereich und im Bauchraum aus.

Du fühlst Dich wunderbar gestärkt und gut aufgehoben.

Nun nimm dieses Kind, die/den kleine(n) „xxx“, das gerade sehr traurig, sehr wütend oder verletzt ist, auf den Schoß – es ist ein Teil von Dir, der DICH jetzt als erwachsene(n) starke(n) Freund(in) braucht.

Schau dem Kind tief in die Augen und sage ihm all das, was es (Du) gerade braucht:

z.B. Du bist wundervoll, genauso wie du bist! Damals war vielleicht niemand für dich da, der dir das sagen konnte, aber von jetzt werde ich immer für Dich da sein und dich nicht mehr fremden Menschen überlassen. Mit mir bist Du nicht mehr einsam. Ich verstehe Dich und Du musst niemandem etwas beweisen. Du bist wertvoll und ich nehme Dich 100% ernst. Du bist außerdem wunderschön! …formuliere die Worte so, wie sie FÜR DICH stimmig und wertvoll sind!

Nun sieh das Kind nochmal an, schau ihm tief in die Augen.
Wie hat es sich verändert, jetzt, wo es gesehen, beachtet, verstanden und geliebt wird? 
Frag es, ob es noch etwas braucht und wenn ja, gib es ihm.
Wenn nicht, verabschiede Dich und sag ihm, dass es jederzeit wiederkommen darf, wenn es Dich braucht.

Wenn Du dabei weinen musst, ist das ein sehr gutes Zeichen, dass sich etwas löst. Das muss aber nicht sein… Umarme das Kind liebevoll bis es mit all seinen Gefühlen mit Deinem Herzen verschmelzt…

Das Kind wird mit jedem Mal glücklicher werden und da es in Deinem Herzen wohnt, DU ebenfalls.

Du kannst auch mehrere Kinder in deinem Herzen haben, mit denen Du sprechen kannst. Du kannst sie fragen, was sie bedrückt und ihnen Liebe und Trost spenden.

Dein Nutzen:

  • Auf diese Art identifizierst Du Dich nicht mehr komplett mit Deinen Ängsten und negativen Gefühlen, denn Du kannst sie benennen und (deinen Kind-Anteilen) zuordnen und du kannst etwas mit ihnen TUN!
  • Du bist nicht mehr allein!
  • Mit der Zeit werden Deine Wurzeln stärker und du wirst eine andere Ausstrahlung bekommen.
  • Vielleicht wirst Du anders auf bestimmte Worte oder Situationen reagieren.

Sei gespannt und achte auf die Zeichen!

PS: Und wenn Dein „Pflegekind“ mal wieder Streit oder Stille aushalten muss oder traurig oder wütend ist, setz Dich in Ruhe mit ihm hin und versorge es gut!

Gib Dir das, was Dir bisher gefehlt hat, selbst! Dann bist Du nicht mehr in der Abhängigkeit, dass es Dir deine Kinder (oder Partner) geben müssen und somit eröffnen sich für Dich ganz neue Wege.

Du wirkst anziehender, fröhlicher und weniger fordernd – und das Gute: DU FÜHLST DICH AUCH SO!

Möchtest Du auf Deinem Weg zu Dir selbst begleitet werden? Möchtest Du Deinen Wurzeln neu entdecken und Dich nicht mehr schuldig, klein oder hilflos fühlen? Möchtest Du Deinen Kindern ein echtes Geschenk machen?

Dann lade ich Dich zu einem kostenfreien Orientierungsgespräch ein, bei dem wir über Deine individuelle Situation und Möglichkeiten sprechen.  Alternativ schreib mich gerne an (kontakt@indrani-coaching.de).

Ich freue ich mich auf DICH!

…oder werde Mitglied in meiner geschlossenen Facebook-Gruppe, wo viele interessante Inhalte auf Dich warten und Du Dich mit Gleichgesinnten und mit mir austauschen kannst! Wenn Du Kinder hast, profitieren die gleich mit. Doch auch wenn nicht, bist Du herzlich Willkommen in unserer Gemeinschaft.

Ich freue mich auf DICH!

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