Gestresst durch hohen Erwartungsdruck? Diese 5 Schritte bringen Dir dauerhaft mehr Klarheit und Ausgeglichenheit!

Gestresst durch hohen Erwartungsdruck? Diese 5 Schritte bringen Dir dauerhaft mehr Klarheit und Ausgeglichenheit!

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Was mich früher viel Kraft gekostet hat, war der hohe Erwartungsdruck von verschiedenen Seiten. Als alleinerziehende Mutter und selbständige Projektleiterin geriet ich damals regelmäßig an solche Zerreißproben!

Vielleicht kennt das der eine oder der andere…. Dein Kunde (oder Chef…) möchte dringend, dass Du heute eine bestimmte Aufgabe fertigstellst. Deinen Kindern hast Du versprochen, pünktlich zuhause zu sein, um bei den Hausaufgaben zu helfen und dann gemeinsam zu kochen….und Deine Freundin, die sich gerade überraschend getrennt hat, möchte ein dringendes „Freundinnen“-Telefonat mit Dir führen.

Und so ähnlich war es bei mir fast täglich. Am Ende des Tages hatte ich alles meist halbwegs „abgearbeitet“, doch ich hatte nicht das Gefühl einen guten Job abgeliefert zu haben, auch konnte ich nicht wirklich mein Familiendasein genießen und für Telefonate mit Freundin, die meist erst spät am Abend stattfanden, war ich eigentlich schon zu müde.

Erwartungen über Erwartungen, die ich alle erfüllen wollte, denn ich habe schließlich einen gewissen Anspruch an meine Arbeit, außerdem möchte ich natürlich eine gute Mutter sein und Freundschaft ist mir ebenfalls wichtig!

Ich fühlte mich gestresst,…so als ob ich überall nur so halb dabei gewesen wäre…und wenn mich jemand fragte, wie es mir geht, sagte ich meist…“keine Ahnung, ich hatte noch keinen Zeit, darüber nachzudenken“

Allen Seiten gerecht zu werden, ist oft ein schweres Unterfangen!

Und während wir uns hin- und hergerissen fühlen, vergessen wir den wichtigsten Menschen in unserem Leben!  Uns selbst! Wir vergessen, darüber nachzudenken, was uns glücklich und zufrieden machen würde!

Auf Dauer führt dies zum Verlust der Verbindung mit sich selbst und damit zum Verlust der Möglichkeit mit anderen eine tiefe Beziehung einzugehen. Und ohne Beziehung ist keine Vorbildfunktion zuhause, keine gute Führung und schon gar keine gemeinsame Entwicklung möglich.

Besonders betroffen sind „Sandwich-Führungskräfte“ mit Chef von oben und Teamführung nach unten. Im Familienumfeld sind es häufig die berufstätigen Eltern oder Alleinerziehenden, die extrem großem Erwartungsdruck und gleichzeitig dem eigenen Wunsch nach liebevoller Verbindung zu den Kindern, ausgesetzt sind. Auch in Wohnsituationen mit mehreren Generationen, z.B. wenn die Eltern eines Ehepartners mit im Haus wohnen, kann es zu solchen Konflikten kommen.

Am Ende ist man nur noch ferngesteuert, gibt sein Bestes, doch es scheint, als wäre das nie gut genug!
Aus diesem Teufelskreis auszusteigen ist jedoch möglich!

Es erfordert einen gewissen (mentalen) Abstand zur Situation zu gewinnen und dann die Reihenfolge der Erwartungen neu zu verteilen.

Das erste Ziel ist nicht mehr, es allen (anderen) recht zu machen, sondern immer, dass Du zufrieden und klar mit Deiner Entscheidung bist! Daran bemisst sich Deine Zufriedenheit.

Hier ein Selbstexperiment, um Entscheidungen zu treffen, mit denen Du Dich wohl fühlst

(1) Nimm Dir ein wenig ungestörte Zeit!

Eine ½ Stunde bis 1 Stunde wäre ideal, dazu Stift und Papier.
Atme tief durch, schließe die Augen und lasse von heute an rückwärts Situationen und Momente vor deinem geistigen Auge erscheinen, in denen Du Dich richtig wohl gefühlt hast…
Nimm dir für diese Einstimmung ca. 5-10 Minuten und genieße es!

(2) Frage Dich: Was ist Dir wichtig für Dein Leben und Deine Beziehungen?

Schreibe alles auf (vielleicht anhand von Beispielen aus Deinem Leben) und leite dann die übergeordneten „Werte“ daraus ab, wie z.B. Sicherheit, Verbindung, Harmonie, Freundschaft, Entwicklung, Leistung, Disziplin, Zugehörigkeit, Anerkennung, Liebe, Fürsorge, Respekt, Wertschätzung, Neugier/Forschergeist, u.s.w.

(3) Wenn Du alles aufgeschrieben hast,...

 … erstelle ein Hierarchie und
schaue, welche Werte die ersten 3-4 Ränge belegen. Also welche Dir am allerwichtigsten sind.

Nun hast Du eine Art Kompass für zukünftige Situationen, bei denen Du dem Druck von verschiedenen Seiten ausgesetzt bist.

(4) In einer Konflikt-Situation kannst Du folgendes probieren:

Beispielsituation: Dein Chef gibt Dir eine umfangreiche Aufgabe mit Termindruck. Du möchtest aber pünktlich gehen, weil Dein Kind mit Dir etwas geplant hat.  

Um eine Entscheidung zu treffen, mit der Du gut leben kannst: Bring‘ alle Erwartungen in die richtige Reihenfolge. Nämlich Deine zuerst!

Du nimmst Deinen „Kompass“ (also das, was Dir wichtig ist) zur Hand und schaust Dir dann die Erwartungen des Chefs und Deines Kindes an.

Fühle Dich jetzt in den Ausgang der zur Auswahl stehenden Entscheidungen ein. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du pünktlich nach Hause fährst, jedoch Deinen Chef enttäuschen müsstest UND wie würde es sich anfühlen, die Aufgabe fertigzumachen, doch Dein Kind zu enttäuschen?

Beispiele:

(A) Wenn Dein wichtigster Wert „Leistung“ oder „Anerkennung“ wäre, würdest Du Dich gut damit fühlen, Überstunden zu machen und Dein Kind für heute Abend „vertrösten“. Dein Chef wäre zufrieden, Du auch und -da Du klar hinter Deiner Entscheidung stehst-, könnte auch Dein Kind gut damit leben.

(B) Würden an Deiner ersten Stelle, „Liebe“, „Zugehörigkeit“, „Verbindung“ stehen, würdest Du Dich wahrscheinlich besser fühlen, pünktlich nach Hause zu fahren. Damit wärst Du und Dein Kind glücklich, der Chef evtl. nicht, doch es ist seine Verantwortung, eine andere Lösung zu finden.

(5) Triff Deine Entscheidung

Angenommen auf Dich trifft (B) zu, dann würdest Du Dich fürs nach Hause fahren entscheiden. Die fehlende Anerkennung des Chefs macht Dir wenig aus, die erfüllte Fürsorge und Verbindung zu Deinem Kind machen Dich glücklich. Du hast BEWUSST (für Dich) entschieden und kannst Deine Entscheidung so auch klar vertreten.

Bewusst oder unbewusst…ist das nicht egal?

Würdest Du dieselbe Entscheidung (wie wir das meistens tun) unbewusst treffen, hättest Du evtl. trotzdem ein schlechtes Gefühl Deinem Chef gegenüber, weil Du es ja ihm nicht recht machen konntest. In der unbewussten Entscheidung wählst Du zwischen Chef und Kind. Du bist Entscheider, aber nicht Teil der Situation. Und Du hättest nur das Gefühl, es „gut“ gemacht zu haben, wenn beide glücklich sind. Da das selten passiert, fühlst Du Dich schlecht.

Jedoch dadurch, dass nun auch Deine Erwartungen gleichwertig in der Waagschale liegen, stehst Du nicht mehr „zerrissen“ zwischen 2 Parteien, von denen immer einer unzufrieden ist, sondern wirst zum aktiven Part der Situation. Dein gutes Gefühl hängt nun nicht mehr davon ab, ob Chef und Kind glücklich sind, sondern davon, ob Du zufrieden bist. Und mit Deinem Kompass weißt Du sehr genau, welche Entscheidungen dazu führen.

Wenn Du mit Deiner Entscheidungen glücklich bist, gewinnen immer mindestens 2 Parteien. Ideal wäre es natürlich einen guten Kompromiss für die „dritte“ Partei zu finden. Und auch das gelingt Dir besser, wenn Du selbst in einem guten Zustand bist!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Willst DU in Deinem Lebensfilm weniger „Drama“ und mehr „spannendes Abenteuer“!

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